Im Überblick
Vom „Tanz der Zuckerfee“ bis zum „Star Wars Imperium“ spannte sich der Bogen beim diesjährigen Konzert. Das preisgekrönte Vivaldi Orchester unter der Leitung von Heiko Holzknecht begeisterte das zahlreich erschienene Publikum im mit rund 400 Zuhörerinnen und Zuhörern sehr gut besuchten Bürgerhaus. Am Ende gab es Standing Ovations und mehrere Zugaben.
Ein starker Auftakt des Jugendorchesters
Nach der Begrüßung durch die Vorsitzenden Mechthild Merz und Katharina Emmer eröffnete das Vivaldi Jugend Orchester unter der Leitung von Nadezhda Pantina den Abend mit „Riding West“ von Walter Barbarino und „Fluch der Karibik“ von Hans Zimmer, bearbeitet von Nadezhda Pantina. Die jungen Nachwuchsmusiker überzeugten mit akkuratem Zusammenspiel und großer Musikalität und ernteten reichlich Beifall.

Von Yutuma bis zum Blumenwalzer
Mit „Yutuma“, einem Werk des zeitgenössischen Komponisten Chris Acquavella, stieg das Vivaldi Orchester in den abwechslungsreichen Konzertabend ein.
Darauf folgten vier Sätze aus der berühmten „Nussknacker-Suite“ von Peter Iljitsch Tschaikowski, darunter der „Tanz der Zuckerfee“, den das Orchester mit großer Virtuosität und Musikalität interpretierte. Den „Russischen Tanz“ präsentierten die rund 40 Musiker schwungvoll und in flottem Tempo. Insbesondere glänzten die Mandolinen mit schnellen Läufen bis in die höchsten Lagen. Mit Blockflöte, gespielt von Ulrike Pobel, und großem Schlagwerk von Jürgen Schieber gewann das Arrangement zusätzliche Klangfarben. Beim bekannten „Blumenwalzer“ schwang das Publikum genüsslich mit und bedankte sich mit begeistertem Applaus.
Leichtfüßig durch die Tanzsuite
In der „Tanzsuite Nr. 4“ von Takashi Kubota wechselten sich schnelle Tänze wie Walzer, Mazurka und Marsch mit gefühlvoll vorgetragenen Melodien ab. Das Orchester bewies auch in technisch höchst schwierigen Passagen große Souveränität. Dirigent Heiko Holzknecht wählte die Tempi so, dass die Darbietung leichtfüßig und spielerisch beim Publikum ankam.
Gemeinsam auf der großen Bühne
Nach der Pause folgte der gemeinsame Auftritt des Jugend- und Erwachsenenorchesters. Für die jungen Spielerinnen und Spieler im Alter von sieben bis 14 Jahren ist es immer etwas Besonderes, mit dem großen Orchester aufzutreten. Mit drei Sätzen aus „Viking Dances“ von Dominik Hackner – „Dance of the Sailors“, „Song of the Women“ und „Dance of the Warriors“ – lieferten die Vivaldi-Youngsters gemeinsam mit dem Erwachsenenorchester eine schwungvolle, mitreißende Darbietung.
Feuerwerk und intergalaktische Klänge
Mit der „Feuerwerksmusik“ von Georg Friedrich Händel wandten sich die Musiker der Barockmusik zu. Verstärkt durch Pauken entfaltete sich eine enorme orchestrale Klangfülle und festliche Stimmung im Konzertsaal.
Beim anschließenden „Star Wars Medley“ von John Williams in einer Bearbeitung von Valdo Preema tauschte Heiko Holzknecht zur Überraschung des Publikums den Dirigierstab gegen ein pink leuchtendes Laserschwert. Im abgedunkelten Saal entstand eine intergalaktische Atmosphäre. Das Hauptthema wechselte mit dem „Imperial March“, dem „Force Theme“ und der rhythmisch-tänzerischen „Cantina“, bevor das Finale, unterstützt von großem Schlagwerk, in voller orchestraler Wucht endete.

Oye como va – ein Finale voller Energie
Zum Abschluss präsentierte das Orchester mit „Oye como va“ einen Welthit von Tito Puente, bekannt geworden durch Santana. Solistische Akzente setzten Martin Ziegenaus am Saxophon, Martin Achtner an der E-Mandoline, Isi Kröpfl an der Mandoline und Andy Froschmayer an der E-Gitarre. Für das rhythmische Fundament sorgte die Percussionsgruppe mit Jürgen Schieber, Anna Pobel, Ulrike Pobel und Katrin Nozicka.
Südamerikanische Rhythmen, vibrierende Soli und gemeinsam von Orchester und Publikum gesungene Refrains bildeten den perfekten Konzertabschluss. Das Publikum bedankte sich mit Standing Ovations.
Humorvoll durch den Abend
Angelika Tausch und Ralf Hanrieder führten informativ und humorvoll durch das Programm. Sie bezogen das Publikum ein, animierten zum Tanzen und formten bei „Oye como va“ nach einer kurzen Texteinweisung sogar einen großen Publikumschor.

Stimmen aus dem Publikum
„Euer Konzert war mega toll. Wir bereuen den langen Weg nicht – es hat sich gelohnt.“„Wir kommen nächstes Jahr wieder, der 24. April 2027 ist schon vorgemerkt.“„Es war ein zauberhafter Abend.“



